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Bittere Pille: Tochter verweigert Gute-Nacht-Jägermeister.

Alkoholikerfamilie schickt sie nach Moldau.

Bussnang (sat.): Wie konnt es nur so weit kommen? Diese Frage stellte sich eine junge Mutter aus dem Kanton Thurgau erst kürzlich.

Bettina Grün(26) ist traditionsbewusst und liebt das Landleben. Die Mutter der 5-jährigen Tochter Gianna-Maria, lebt zusammen mit ihrem Ehemann Heiko(32) in dem idyllischen Dorf Bussang. Die Familie hat fixe Rituale, die sie jeden Tag verfolgen. So ist der Tagesablauf der Familie während sieben Tagen immer der gleiche: Der Morgenkaffee wird mit einem Glas Bier abgerundet und dann legt man sich nochmals für eins bis zwei Stunden hin. “Am Nachmittag haben wir immer Familienaktivitäten – wir gehen alle gemeinsam zur Tankstelle und kaufen uns Pizza”, so Bettina.

Diese Rituale sind vor allem für Kinder wichtig, denn Kinder benötigen einen strukturierten Tagesablauf. So ist es auch wichtig, dass der Vater der Familie seinen Mittagswodka in Ruhe vor dem Computer trinken kann während die Mutter ihren Gin-Tonic-Nachmittagsputz macht.

Doch seit letzten Samstag ist alles anders geworden. Wie üblich brachte Bettina die Tochter pünktlich um 01:30 Uhr ins Bett. “Es war wie immer, in der Gute-Nacht-Flasche war Milch und ein Spritzer Jägermeister”. Doch die Tochter verweigerte ihre GNF (Gute-Nacht-Flasche). Der Vater intervenierte sofort und sprach mit ihr. “Ich konnte mein Weinen nicht mehr halten, wie kann unser eigenes Kind, unser eigen Fleisch und Blut, auf unsere Traditionen pfeifen – ich verstehe das einfach nicht!”, sagte Bettina.

Die Familie holte sich noch am gleichen Abend rat bei einem Freund. Hugo(54) ist anerkannter eidgenössischer Teilzeit-Alkoholiker und kennt sich mit diesen Problemkindern aus. “Ja! Einfach machen lassen! Irgendwann kommen sie wieder zurück zu ihren Wurzeln. Wie sagt man so schön: Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. – Prost!“

Für die ganze Familie ist es ein reines Trauerspiel. “Im Dorf redet man bereits über unser ‘sonderbares’ Kind” so die Mutter der 5-jährigen Tochter. Der Vater ist enttäuscht und traurig gleichzeitig: “Wir müssen damit leben, mir gefällt das überhaupt nicht, ich kann meine Tochter nicht mehr in den Arm nehmen oder mit ihr spielen – der Schmerz ist einfach zu gross”.

Die Tochter wird mittlerweile mit den Traditionen und Bräuchen der Familien vertraut gemacht, denn die Grün’s haben auf beiden Seiten eine langjährige Sauftradition. «Zur Not müssen wir sie über die Sommerferien nach Moldau in ein A-Camp bringen». Der Söffel-Fonds-Schweiz unterstützt sie dabei finanziell.

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