Free Urs Bachmann!

Der 54-jährige Entlebucher geriet letzten Sonntag in die Algorithmus-Falle...

Demonstranten in Luzerner Innenstadt fordern Freiheit für Urs Bachmann: Der 54-jährige Entlebucher geriet letzten Sonntag in die Algorithmus-Falle eines grossen sozialen Netzwerkes.

Entlebuch (sat.): Da sitzt er nun, verzweifelt und voller Angst. Die Ungewissheit lässt den Familienvater von zwei Töchtern nicht mehr schlafen. «Seit Sonntag habe ich noch nicht geschlafen, immer wieder versuche ich aus der Algorithmus-Falle raus zukommen.»

Hintergrund der tragischen Geschichte war ein interessantes Video von einem niedlichen Kätzchen. Der Teilzeit Stock Replenishment Adviser, wollte sich das Video anschauen und klickte aus Versehen auf die Werbung. «Ich wollte kein Coaching Webinar machen!» Doch die Falle hatte längst zugeschnappt.

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„Ich komme nicht mehr aus dieser Algorithmus-Falle heraus!“

Nach einer gewissen Zeit vergass der Entlebucher, dass er auf die Werbung klickte und fing an für seine Familie zu kochen. «Dann wurde es richtig krass! Meine Tochter kam die Treppe hinunter und erzählte mir, dass ihr die ganzen Werbungen auf den sozialen Netzwerken aufregen.» Urs Bachmann viel aus allen Wolken, denn was seine Tochter erzählte, erinnerte ihn daran, dass er die Werbung im heimischen WiFi angeklickt hatte. «Es vergingen nicht einmal 2 Stunden! […] Nicht einmal 2 Stunden!» Seither befindet sich der damals lebensfrohe Altmetallsammler in einer Krise: «Meine ganze Familie sieht nun die ganze Zeit Werbung von Coachings, egal wo, sie verfolgt uns in Suchmaschinen, in den sozialen Netzwerken und auf irgendeiner anderen Seite! […] Ich komme nicht mehr aus dieser Algorithmus-Falle heraus! Meine ganze Familie leidet wegen meiner Unachtsamkeit!»

Die Aktivistin Klaudia Tobler besuchte die Bachmanns am Montagabend und ist erschüttert: «Diese Familie leidet und das kann so nicht weitergehen! Wir fordern den Kanton Luzern auf, den gesamten Suchverlauf, alle Cookies und jeder einzelne Querverweis der Familie Bachmann sofort, vollständig und rückwirkend zu löschen! Free Urs Bachmann! Wir werden solange Druck auf die Stadtregierung ausüben, wie es sein muss, um Urs Bachmann aus den Fängen des kapitalistischen-, neoliberalen- und menschenverachtenden Systems zu befreien.»

Wie viel die Demonstration bringen werden, wird sich erst nächste Woche zeigen, denn das Stadtpräsidium ist derzeit in Bern und nimmt an einem Coaching teil.

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