«Ich will’s, ich nimm’s – Pardon – ich wähl’s»

Ging es nach dem SVP-Kantonsratskandidat Stefan Locher, so hätte er vermutlich bei der nächsten Wahl 98% der Stimmen erhalten*. Einen Wert, bei dem ein ausländischer Diktator vor Neid platzen würde. Doch es ist ein Werbegag!

Es ist eine Kampagne sondergleichen, ein reiner Werbegag, der auf die Firma «WeVote4You GmbH» aufmerksam machen soll. Gründer der Firma ist Hans-Ruedi Gallander, der heute zum ersten Mal in den Fokus rückte.

«Wir sind unglaublich stolz, so viel Publicity haben wir am Anfang noch nicht erwartet», erklärt uns der Geschäftsführer. Die Firma hat ein ganz simples Konzept: Wie der Name schon sagt, hilft die Firma denen Leuten, die mit der direkten Demokratie nicht so ganz klarkommen. Denn wer nicht weiss, was oder wem er seine Stimme schenken soll, der schickt das «Wahlzetteli» an die „WeVote4You GmbH“ und alle Stimmen werden danach von einem professionellen Team ausgefüllt und eingereicht. «Sogar Unterschriften können wir variieren lassen», erklärt uns ganz Stolz Hans-Ruedi Gallander. Doch der eigentliche Clou kommt noch, denn das Geschäftsmodell gibt nur deren Parteien stimmen, die auch kräftig in die Kaffeekasse einbezahlt haben. «Korrupt ist das nicht, denn die meisten Stimmbürger, fühlen sich sowieso mit der Auswahl an manchen Tagen überfordert», so der Gründer weiter.

Als Dankeschön wird man danach zum Kaffeekränzchen eingeladen und hält einen feuchten Schmatzer – von wem auch immer. Denn man weiss ja nicht, für wen oder was man wirklich gestimmt hat.

*Es gilt die Unschuldsvermutung.