Nackt, nicht Nachtfahrverbot!

bfu entschuldigt sich für den Fehler.

Bern(sat.): Fast hätte die Empfehlung der bfu für eine nationale Krise gesorgt. Diese Woche veröffentlichte die Beratungsstelle für Unfallverhütung, ein unglaublich grosses PDF mit einer Empfehlung. Darin wurden in mehreren Seiten erklärt, warum ein Nachtfahrverbot für junge Lenker besser sei.

Dumm nur, dass der Verfasser die Autokorrektur von Word drin hatte. So kam es zu einem nationalen Missverständnis, bei dem die bfu eine ungeahnte Medienpräsenz erlangte. Eigentlich wollte man nur auf die Gefahren von Nacktfahrten hinweisen, denn fahren ohne Kleidung juckt nicht nur im Schritt, es stellt sogar eine Gefahr für Lkw-Fahrer dar, da diese beim vorbeifahren plötzlich ungeahnten Situationen ausgeliefert sein könnten.

Doch es kam alles anders. Der Chefredakteur der bfu verlangte die sofortige Veröffentlichung sowie Mitteilung an die Presse und klickte in der Autokorrektur einfach auf “übernehmen”. So nahm alles seinen tragischen Lauf und aus dem Wort “Nacktfahrten” wurde “Nachtfahrten”.

Die Tankstellen Lobby nimmt es mittlerweile gelassen. Das Geschäft mit dem Alkohol bei Junglenker boomt derzeit wieder und ein Nachtfahrverbot hätte einen regelrechten Kollaps herbeigeführt. Eine nackte Kundschaft ist jedoch immer willkommen.

Aber mit diesem Fauxpas steht die bfu natürlich nicht alleine da, auch andere sind in die Word-Autokorrektur-Falle geraten, nachstehend ein kleiner Auszug:

  • Der Name Olma für die Bratwurst wurde falsch übersetzt, richtig wäre: Ölmä vom Erfinder Sören Ölmär.
  • Delémont im Kanton Jura, schreibt man richtig: Delêmont.
  • Vögel schreibt man im urdeutsch mit F, wie fliegen.